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Ausstieg vom Atomausstieg

Vom Ausgang der anstehenden Bundestagswahl im Herbst hängt viel ab – vor allem für die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke. Denn bei einem Ausstieg vom Atomausstieg winken dreistellige Milliardengewinne. Gewinnt Schwarz-Gelb, welche den Atomausstieg wohl befürworten, dürften daher die Aktienkurse der Energieversorger in die Höhe schießen. Was steckt also genau hinter dem möglichen Ausstieg vom Atomausstieg?

Atomkraftwerk Krümmel

Daher ist es für die Betreiber äußerst unpassend, wenn durch Zwischenfälle wie im Atomkraftwerk Krümmel das öffentliche Image der Atomkraft leidet. Das kann dann selbst die so starke Atomlobby nicht einfach ausbügeln. So soll es auch zwischen dem schwedischen Betreiber Vattenfall und E.on ordentlich gekracht haben, selbst wenn es offiziell kein Störfall war.

Restlaufzeiten und Atomausstieg

Aktuell ist beschlossen, dass 2022 das letzte deutsche Atomkraftwerk (Neckarwestheim 2) vom Netz geht. Dabei stellt die Atomenergie derzeit noch satte 23% am Energiemix. Die 17 deutschen Atomkraftwerke sind also durchaus eine energiepolitische Macht.

Gewinne der Energieversorger

Da die Atomkraftwerke den höchsten Gewinn zum Ende ihrer langen Laufzeit abwerfen, würde ein Ausstieg aus dem beschlossenen Atomaussteig vor allem den drei größten deutschen Energieversorgern (E.on, Vattenfall und RWE) finanziell gut tun. Die Landesbank Baden-Württemberg hat je nach Restlaufzeiten und Strompreise ausgerechnet, dass pro Versorger sicherlich zweistellige Milliardengewinne (zusätzlich) hängen blieben. Da kann man dich schon mal Druck auf die Politik und allen voran Umweltminister Sigmar Gabriel ausüben. Dass dieser die Lobby dann auch mal „kriminelle Bande“ schimpft, wundert vor diesem Hintergrund wenig.

2 Kommentare

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  1. Es geht den Energiekonzernen immer nur ums Geld. Sie denken nie an die Umwelt, Hauptsache sie bekommen ihr Geld. Nun reden die Kraftwerkbetreiber davon, dass nicht genug Elektrizität produziert würde ohne die Atomkraftwerke, aber das ist wieder nur eine Ausrede um den Ausstieg aus der Atomkraft zu verhindern. Auch die Regierung möchte den Kraftwerksbossen entgegenkommen, indem sie den Kraftwerkbetreibern die Erlaubnis erteilen, die Stromkontingente der 7 Atommeiler, die sofort ausgeschaltet werden sollen, auf neuere Kraftwerke zu überschreiben. Ich finde die großen Firmen und die Politiker sollten nicht nur auf ihren Profit achten, sondern mehr auf die Umwelt. Ich werde weiterhin gegen die Atomkraft vorgehen.

  2. Ich freue mich, dass man sich doch entschieden hat, die Atomkraftwerke abzuschalten und sie anschließend durch erneuerbare Energieträger auszutauschen. Mich interessiert wie lange Deutschland für die Energiewende braucht und ob auch in Zukunft wirklich alles aus erneubaren Energien erzeugt wird. Man muss wirklich aufhören, die Umwelt mit Schadstoffen zu zerstören und auch mal an die Zukunft unserer Welt nachdenken. Die Atomkatastrophe in Japan hat den deutschen Politikern klar gemacht, dass man das Restrisiko von Atomkraftwerken nicht verharmlosen darf. Ich wünsche mir, dass auch die anderen Länder ihre Atommeiler deaktivieren und wir so nicht mehr in Furcht vor einer Katastrophe leben müssen. Weiterhin freue ich mich, dass auch Unternehmen wie knittel.de [Anm. Admin: Kein Kommentarspam, auch bei lesenswerten Merhfachkommentaren] die erneubaren Energieträger fordern und unterstützen, indem sie auch selbst mit klimaneutralen Produkten arbeiten.