Ausstieg vom Atomausstieg

Autor dieses Artikels:
Robert

atom-ausstiegVom Ausgang der anstehenden Bundestagswahl im Herbst hängt viel ab – vor allem für die Betreiber der deutschen Atomkraftwerke. Denn bei einem Aussteig vom Atomausstieg winken dreistellige Milliardengewinne. Gewinnt Schwarz-Gelb, welche den Atomausstieg wohl befürworten, dürften daher die Aktienkurse der Energieversorger in die Höhe schießen. Was steckt also genau hinter dem möglichen Aussteig vom Atomausstieg?

Atomkraftwerk Krümmel

Daher ist es für die Betreiber äußerst unpassend, wenn durch Zwischenfälle wie im Atomkraftwerk Krümmel das öffentliche Image der Atomkraft leidet. Das kann dann selbst die so starke Atomlobby nicht einfach ausbügeln. So soll es auch zwischen dem schwedischen Betreiber Vattenfall und E.on ordentlich gekracht haben, selbst wenn es offiziell kein Störfall war.

Restlaufzeiten und Atomausstieg

Aktuell ist beschlossen, dass 2022 das letzte deutsche Atomkraftwerk (Neckarwestheim 2) vom Netz geht. Dabei stellt die Atomenergie derzeit noch satte 23% am Energiemix. Die 17 deutschen Atomkraftwerke sind also durchaus eine energiepolitische Macht.

Gewinne der Energieversorger

Da die Atomkraftwerke den höchsten Gewinn zum Ende ihrer langen Laufzeit abwerfen, würde ein Aussteig aus dem beschlossenen Atomaussteig vor allem den drei größten deutschen Energieversorgern (E.on, Vattenfall und RWE) finanziell gut tun. Die Landesbank Baden-Württemberg hat je anch Restlaufzeiten und Strompreise ausgerechnet, dass pro Versorger sicherlich zweistellige Milliardengewinne (zusätzlich) hängen blieben. Da kann man dich schon mal Druck auf die Politik und allen voran Umweltminister Sigmar Gabriel ausüben. Dass dieser die Lobby dann auch mal „kriminelle Bande“ schimpft, wundert vor diesem Hintergrund wenig.