Plusenergiehaus

Robert

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Robert

Die Zukunft des energetischen Hausbaus d├╝rfte beim Plusenergiehaus liegen. Ein Plusenergiehaus produziert unterm Strich mehr Energie, als es selbst verbraucht. Wird die erzeugte, ├╝bersch├╝ssige Energie r├╝ckf├╝hrbar gespeichert, sind sogar energieautarke Plusenergieh├Ąuser m├Âglich, die von externer Energiezuf├╝hrung unabh├Ąngig sind. Der k├╝nftige Trend d├╝rfte angesichts intensiver Forschung und langfristig steigenden Energiekosten klar in Richtung Plusenergiehaus gehen.

Vom Effizienzhaus zum Plusenergiehaus

Das Effizienzhaus 100 war der Startschuss f├╝r immer energieeffiziente Bauweise. Diese f├╝hrte zum Effizienzhaus 70 und dann zum Effizienzhaus 55 sowie schlie├člich zum Effizienzhaus 40.
Die logische Fortentwicklung war das Nullenergiehaus, das rechnerisch genauso viel Energie erzeugt, wie es selbst verbraucht. Erzeugt nun ein Haus mehr Energie, als es im Mittel selbst verbraucht, spricht man vom Plusenergiehaus. Ma├čgeblich wird dies erreicht durch ein sehr gutes W├Ąrmekonzept f├╝r die Geb├Ąudeh├╝lle, eine hocheffiziente Anlagentechnik und die Nutzung erneuerbarer Energien. Als aktive Komponente wird regelm├Ą├čig ├╝ber eine Photovoltaik-Anlage aktiv Strom erzeugt.

Ein Plusenergiehaus planen und bauen

Wer an Werterhalt und die langfristige energetische Zukunft denkt, der d├╝rfte schnell auf die Idee kommen, ein Plusenergiehaus zu planen und zu bauen. Denn wenn sich die Energiekosten die kommenden Jahrzehnte wie prognostiziert weiter entwickeln, wird die energetische Effizienz eines Hauses ein wichtiges Kriterium bei dessen Wertermittlung. Da sich seit mehr als 30 Jahren zeigt, dass die Energieeffizienz beim Hausbau und der Haussanierung immer besser wird, d├╝rfte sich dieser Trend auch k├╝nftig (abgeschw├Ącht) fortsetzen. Daher ist es ratsam den aktuell geltenden sehr guten Standard zu ├╝bertreffen, um auch langfristig eine werthaltige Immobilie zu besitzen und nat├╝rlich auch im Alltag Energiekosten zu sparen. Insofern verwundert es nicht, da selbst bei Fertigh├Ąusern zunehmend Plusenergieh├Ąuser nachgefragt werden.
So k├Ânnte man beispielsweise mit der im Plusenergiehaus erzeugten aber nicht verbrauchten Energie ein Elektroauto laden etc.

Durch Sanierung zum Plusenergiehaus

Die Technische Universit├Ąt Darmstadt hat mit der Bauindustrie gezeigt, dass man einen Altbau der 70er-Jahre so sanieren kann, dass man ein Plusenergiehaus erreicht. Allerdings d├╝rfte der Aufwand nicht immer wirtschaftlich sein. Dies gilt es in jedem Einzelfall zu pr├╝fen. Denn f├╝r ein Plusenergiehaus m├╝ssen auch die Rahmenbedingungen wie Grundst├╝ck, Lage, Ausrichtung optimal sein. So m├╝ssten Solarthermie– oder Photovoltaikanlagen verschattungsfrei optimal platzierbar sein. Dies ist bei der Sanierung eines bestehenden Geb├Ąudes nicht immer beeinflussbar.
Weiter stehen oft Denkmalschutz oder fehlende technische Komponenten der Sanierung zum Plusenergiehaus im Wege.

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