Einspeisevergütung (EEG) für Photovoltaik, Solarstrom

Die Einspeisevergütung ist wesentlicher Grund für die zahlreichen Photovoltaikanlagen, die in Deutschland bereits in Betrieb sind. Geregelt wird die Einspeisevergütung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das im Wesentlichen aufgrund dieser Regelung bereits von einigen anderen Ländern adaptiert wurde.

Die Einspeisevergütung garantiert eine Vergütung für Solarstrom, der in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Jeder Betreiber einer Photovoltaikanlage erzeugt damit Strom. Nutzt er diesen nicht selbst, sondern speist ihn in das öffentliche Stromnetz, sichert die Einspeisevergütung für 20 Jahre dafür eine feste, planbare Vergütung zu. Damit kann jeder potenzielle Investor Kosten, aber auch Einnahmen einer Solaranlage relativ sicher ermitteln.

Die Höhe der Einspeisevergütung

Zu Anfang des EEG sah die Einspeisevergütung beispielsweise aus wie folgt:

Anlagenart Einspeisevergütung (Cent/ kWh) je
Anlagenleistung
bis 30 kW ab 30 kW ab 100 kW
Dachfläche 46,75 44,48 43,99
Fassadenfläche 51,75 49,48 48,99
Freifläche, Sonstige 35,49

Stand: Mai 2009, Angaben ohne Gewähr

Entwicklung

Inbetriebnahme bis 10 kWP bis 40 kWp bis 100 kWp
1.1.2020 9,87 Cent 9,59 Cent 7,54 Cent
1.12.2019 9,97 Cent 9,69 Cent 7,62 Cent
1.11.2019 10,08 Cent 9,79 Cent 7,70 Cent
1.10.2019 10,18 Cent 9,90 Cent 7,78 Cent
1.9.2019 10,33 Cent 10,04 Cent 7,89 Cent
1.8.2019 10,48 Cent 10,19 Cent 8,01 Cent
1.7.2019 10,64 Cent 10,34 Cent 8,13 Cent
1.6.2019 10,79 Cent 10,50 Cent 8,25 Cent
1.5.2019 10,95 Cent 10,65 Cent 8,38 Cent
1.4.2019 11,11 Cent 10,81 Cent 8,50 Cent
1.3.2019 11,23 Cent 10,92 Cent 8,99 Cent
1.2.2019 11,35 Cent 11,03 Cent 9,47 Cent
1.1.2019 11,47 Cent 11,15 Cent 9,96 Cent

Stand: Dezember 2019, Angaben ohne Gewähr

Kritik an der Einspeisevergütung

Die Umlage betrug im Jahr 2000 0,16 Cent. Im Jahr 2018 betrug sie 6,88 Cent.
Das ist eine Steigerung von 3.600 Prozent.
Zwischen 2000 und 2019 bezahlten Stromkunden und Steuerzahler etwa 300 Milliarden Euro EEG-Kosten.
Wieweit das nachhaltig dem Klima genutzt hat, mag jeder selbst beurteilen. Unstrittig profitiert haben Betreiber von Windkraft- und Solaranlagen sowie deren Geschäftspartnern.

Die Einspeisevergütung richtet sich der Höhe nach, nach dem Jahr der Inbetriebnahme sowie der Anlagenart und deren Größe. Jedes Jahr sinkt die zugesicherte Einspeisevergütung etwas, da der Gesetzgeber von günstigeren Anschaffungskosten bei steigenden Wirkungsgraden ausgeht und der Anreiz konstant gehalten werden soll.
Durch die Deckelung mit dem EEG 2016 dürfte bei weiterer Zunahme der installierten Leistung die Vergütung noch weiter sinken.
Eine aktuelle Übersicht mit vorsichtiger Prognose und Tabellen finden Sie bei Wikipedia.
Seit 2017 bestimmen Ausschreibungen von der Bundesnetzagentur die Höhe der Förderung für Erneuerbare Energien. Die Ausschreibungsmenge wird vom Staat vorgegeben und garantiert eine Mindesteinspeisevergütung für die ersten zwanzig Jahre.

Eigenverbrauch

Eine Folge der sinkenden Einspeisevergütungen ist, dass der Strompreis höher liegt. Damit ist es grundsätzlich wirtschaftlich sinnvoller, den erzeugten Strom selbst zu verbrauchen (Eigenverbrauch) und dafür Stromkosten zu sparen, die höher als die potenzielle Einspeisevergütung liegen.
Gerade für normale PV-Anlagen auf Dächern (unter 10 kWp) macht das in Verbindung mit effizienten Stromspeichern nach wie vor häufig Sinn.

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