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Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) hat den Langtitel Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien und rechnet zum deutschen Umweltrecht. Ziel es EEG ist die Förderung von Strom- und Wärmegewinnung aus erneuerbarer Energie. Hintergrund ist die zunehmend brenzlige Abhänigkeit von endlichen, fossilen Energieträgern.

Erfolgsgeschichte Erneuerbare-Energien-Gesetz

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz begann 1990 als Stromeinspeisungsgesetz und führte zu heute über 300.000 Photovoltaikanlagen auf deutschen Dächern. Nicht zuletzt aufgrund dieser Erfolsggeschichte wurde insbesondere das Modell der Einspeisevergütung in mittlerweile 47 Staaten übernommen.

Regelungsinhalte des EEG

Kern des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes ist eine Abnahmegarantie für produzierten Strom sowie eine entsprechende Vergütungspflicht für den Anlagenbetreiber, die über über Jahre garantiert wird. Als erneuerbare Energien und damit als förderfähig sind folgende Energieträger im Gesetz anerkannt:

Seit 2009 bezieht sich das EEG nurmehr auf den Strombereich. Für die Erzeugung von Wärmeenergie wurde das Wärmegesetz geschaffen.

Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung richtet sich nach dem Energieträger sowie dem Jahr der Installation. So wird für bestimmte Photovoltaikanlagen mit Installation im Jahr 2009 beispielsweise 43,01 Cent je Kilowattstunde (2008: 44,41 Cent) bezahlt.
Je nach Jahr der Errichtung gelten die Einspeisevergütungen dann 20 Jahre lang. Das gilt für alle regenerativ arbeitenden Stromerzeugungsanlagen. Ab 2010 wurden die Festpreise dann von garantierten Staffelpreisen abgelöst, die jährlich geringer werden. Mit dem EEG 2016 wurde erstmals der Ausbau der erneuerbaren Energien nach oben gedeckelt. Dadurch sanken die tatsächlichen Einspeisevergütungen weiter. Das führt zu vermehrtem Eigenverbrauch, sobald der eingesparte Strompreis über der potentiellen Einspeisevergütung liegt.

Kritik am EEG

Fakt ist, das EEG war Motor für die erfolgreiche Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland. Über die ökonomische und ökologische Effizienz sowie die umfangreichen Ausnahmen für die energie-intensive Industrie kann man jedoch trefflich streiten.
Neben den erneuerbaren Energien, die das Gesetz als solche anerkennt, gibt es auch noch förderfähige Alternativen wie die Nutzung von Abwärme oder Nach- bzw. Fernwärme, sofern dieses Netz aus regenerativen Energien gespeist wird. Auch Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen fallen nicht darunter.

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