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Plusenergiehaus bauen - Definition, Kosten, Förderung

Die Zukunft des energetischen Hausbaus dürfte beim Plusenergiehaus liegen. Ein Plusenergiehaus produziert unterm Strich mehr Energie, als es selbst verbraucht. Wird die erzeugte, überschüssige Energie rückführbar gespeichert, sind sogar energieautarke Plusenergiehäuser möglich, die von externer Energiezuführung unabhängig sind. Der künftige Trend dürfte angesichts intensiver Forschung und langfristig steigenden Energiekosten klar in Richtung Plusenergiehaus gehen.

Vom Effizienzhaus zum Plusenergiehaus

Das Effizienzhaus 100 war der Startschuss für immer energieeffiziente Bauweise. Diese führte zum Effizienzhaus 70 und dann zum Effizienzhaus 55 sowie schließlich zum Effizienzhaus 40.
Die logische Fortentwicklung war das Nullenergiehaus, das rechnerisch genauso viel Energie erzeugt, wie es selbst verbraucht. Erzeugt nun ein Haus mehr Energie, als es im Mittel selbst verbraucht, spricht man vom Plusenergiehaus. Maßgeblich wird dies erreicht durch ein sehr gutes Wärmekonzept für die Gebäudehülle, eine hocheffiziente Anlagentechnik und die Nutzung erneuerbarer Energien. Als aktive Komponente wird regelmäßig über eine Photovoltaik-Anlage aktiv Strom erzeugt.

Ein Plusenergiehaus planen und bauen

Wer an Werterhalt und die langfristige energetische Zukunft denkt, der dürfte schnell auf die Idee kommen, ein Plusenergiehaus zu planen und zu bauen. Denn wenn sich die Energiekosten die kommenden Jahrzehnte wie prognostiziert weiter entwickeln, wird die energetische Effizienz eines Hauses ein wichtiges Kriterium bei dessen Wertermittlung. Da sich seit mehr als 30 Jahren zeigt, dass die Energieeffizienz beim Hausbau und der Haussanierung immer besser wird, dürfte sich dieser Trend auch künftig (abgeschwächt) fortsetzen. Daher ist es ratsam den aktuell geltenden sehr guten Standard zu übertreffen, um auch langfristig eine werthaltige Immobilie zu besitzen und natürlich auch im Alltag Energiekosten zu sparen. Insofern verwundert es nicht, da selbst bei Fertighäusern zunehmend Plusenergiehäuser nachgefragt werden.
So könnte man beispielsweise mit der im Plusenergiehaus erzeugten aber nicht verbrauchten Energie ein Elektroauto laden etc.

Durch Sanierung zum Plusenergiehaus

Die Technische Universität Darmstadt hat mit der Bauindustrie gezeigt, dass man einen Altbau der 70er-Jahre so sanieren kann, dass man ein Plusenergiehaus erreicht. Allerdings dürfte der Aufwand nicht immer wirtschaftlich sein. Dies gilt es in jedem Einzelfall zu prüfen. Denn für ein Plusenergiehaus müssen auch die Rahmenbedingungen wie Grundstück, Lage, Ausrichtung optimal sein. So müssten Solarthermie– oder Photovoltaikanlagen verschattungsfrei optimal platzierbar sein. Dies ist bei der Sanierung eines bestehenden Gebäudes nicht immer beeinflussbar.
Weiter stehen oft Denkmalschutz oder fehlende technische Komponenten der Sanierung zum Plusenergiehaus im Wege.

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